Ich kann nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht! Vor ein paar Tagen hatte ich nur wenig zu tun und ganz Rodowo schien mir auf den Kopf zu fallen. Doch nun kann ich mich kaum vor Arbeit retten. Dies weckt in mir Elan, Motivation und ich vergesse währenddessen meine Sehnsucht nach Hause.
Momentan haben wir ein EuroCamp in Rodowo. Schüler aus Russland, Polen und Deutschland treffen sich im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung. Verschiedenste Projekte, zum Beispiel zwei Theaterworkshops, Tanz und Choreografie, Zeichnen (unter dem Thema Kinderrechte), werden angeboten. Die Leiter sind erstklassig. Man spürt die kreative und künstlerische Aura auf dem Camp, die hin und wieder von Klängen einer Hardrockband untermalt wird. Alle zusammen werden wir am Samstag eine Ausstellung in Mrangowo ausgestalten. Bin sehr gespannt und freue mich wahnsinnig auf die Umsetzung der geleisteten Vorarbeit! Doch dazu später mehr...
Zu dem kann ich mich ebenfalls glücklich schätzen, dass ich so liebe Freunde habe und dass sie mir das Leben in Polen für kurze Zeit zusäztlich versüßen. Vor drei Wochen waren Stefanie, Henriette und Anika zu Besuch. Viel gelacht haben wir - lautstark, und ich glaube damit den ein oder anderen Nerv meiner Mitfreiwilligen getroffen zu haben! Entspannend wars aber und außerdem waren wir ja trotz schlechtem Wetter auch ab und zu an der frischen Luft.
Vor zehn Tagen nun bereits kamen meine Sarah und Annett. Getroffen haben wir uns in Warzsawa. Für etwas länger als einen Tag haben wir super viel in dieser sehr beeindruckenden Stadt erlebt, gesehen, gehört, gerochen, gegessen und getrunken! Hier nochmal ein besonders exklusiver Dank an die Mutter des neuen männlichen WG-Mitgliedes von Annett. Sie bereicherte uns die Momente in Pubs und Shishakneipen mit bestschmeckendsten Zigarillos! DANKE! Trauriger Weise muss ich erwähnen, dass unsere liebe Henrike nicht mit auf Ost-Tour kam. In Görlitz platzte der Urlaubstraum in Seifenblasen. Leider hatte sie für ihren kleinen Jannes keine ausreichenden Papiere. Vielleicht besser so,... Stellt Euch vor, nach fünf Tagen wären sie nicht mehr zurück nach Deutschland gekommen - zumindest der jüngere Teil der Familie! Grausam!
Momentan geniese ich den wunderschönen masurischen Sommer, oft am naheliegenden See. Jeden Tag gehe ich zweimal schwimmen, arbeite viel an der frischen, warmen Luft und tanke fröhlich-stimmenden Sonnenschein. Bin wahnsinnig brau für meine Verhältnisse geworden. Hoffe, die Bräune werdet ihr immernoch im Oktober bewundern können.
Das Leben ist doch schön...